Geschäftsbericht 2025

Interview mit dem Vizepräsidenten

Vize Sw Quer (1)

Zur Person

Markus Lötscher ist seit 2021 Mitglied des Verwaltungsrats der HGC. Ende 2024 wurde er von seinen Kolleginnen und Kollegen zum Vizepräsidenten gewählt.

Vor seiner Zeit bei der HGC war Lötscher 14 Jahre lang CEO bei Pistor, dem einheimischen Grosshändler für Bäckerei-, Confiseur- und Gastronomieprodukte, der sich unter seiner Leitung von einer regionalen Einkaufsgenossenschaft zu einem nationalen Player in der Belieferung von Bäckerei- und Gastronomieunternehmen entwickelte. 

Seine berufliche Laufbahn hatte Markus Lötscher als dipl. Bäcker-Konditor begonnen. Im Lauf seiner Karriere in der Nahrungsmittelindustrie, die ihn zunächst zu Mövenpick und später zu Nestlé führte, bildete er sich zum Lebensmitteltechnologen und Betriebswirt weiter. Bevor Markus Lötscher die Gesamtleitung der Pistor Firmengruppe übernahm, war er zudem während mehrerer Jahre Head of Operations bei der Hiestand Schweiz AG gewesen.

Aktuell ist Markus Lötscher in mehreren Verwaltungsräten aktiv und berät Firmen unterschiedlichster Grösse und aus ganz unterschiedlichen Branchen. Dabei geniesst er das Privileg, dass er selbst entscheiden kann, welche Mandate er annimmt und welche nicht. Neben seiner Beratungstätigkeit engagiert sich Lötscher zudem in mehreren sozialen Institutionen und unterstützt seit längerem ein Hilfsprojekt in Simbabwe.

In seiner Freizeit ist Markus Lötscher ein «Bewegungsmensch», der gerne läuft, wandert, Ski fährt, Badminton spielt und noch viele weitere Sportarten betreibt. Ausserdem reist Lötscher sehr gerne durch die Welt und liebt es, neue Länder, Menschen, Sitten und – als passionierter Koch – auch möglichst viele Küchen zu entdecken. Markus Lötscher lebt in Emmenbrücke, ist verheiratet und Vater von zwei inzwischen erwachsenen Kindern.

Sämtliche Branchen in der Schweiz haben sich in den letzten fünf Jahren stark verändert – die Baubrache sogar massiv!

Markus Lötscher, Sie haben für dieses Gespräch nach Luzern ins Restaurant Wärchbrogg eingeladen. Hat dieser Ort einen besonderen Bezug zu Ihnen?

Die Wärchbrogg ist vom Bahnhof Luzern zu Fuss in zehn Gehminuten erreichbar, also sehr zentral gelegen und doch sehr ruhig. Weil ich ausserdem die Bedienung und das Essen sehr gut finde, treffe ich mich hier ab und zu mit Geschäftspartnern zum Austausch oder Lunch.

Aber Sie haben recht: Es gibt einen weiteren Grund: Das Restaurant ist Teil des gemeinnützigen Vereins Wärchbrogg. Dieser bietet hier im Restaurant, im Shop nebenan und in den umliegenden Werkstätten Arbeit für 180 Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen und schlägt so eine Brücke vom ersten zum zweiten Arbeitsmarkt.

Ich habe schon vor längerer Zeit entschieden, dass ich 15 bis 20 Prozent meiner Zeit in soziale Engagements investieren möchte. Ich hatte viel Glück im Leben und im Beruf, davon möchte ich nun etwas zurückgeben.

Das ist mit ein Grund, weshalb ich hier seit zwölf Jahren im Vorstand mitarbeite. Am Anfang war es zwar etwas hart, da der betriebswirtschaftliche Aspekt damals stark unterschätzt wurde. Inzwischen haben wir eine hervorragende Geschäftsleitung, einen sehr guten CEO und einen eingespielten Vereinsvorstand. Das macht es mir leichter, meine Vorstandstätigkeit in der Wärchbrogg auf die nächste GV hin zu beenden.

Kommen wir auf das eigentliche Thema dieses Interviews zu sprechen, also die HGC. Erinnern Sie sich, wann Sie zum ersten Mal mit der HGC in Kontakt gekommen sind?

Ich hatte meinen ersten Kontakt mit der HGC vor 15 Jahren, und zwar – wie wohl viele andere Menschen in der Schweiz, die nicht aus der Baubranche kommen – beim Umbau unserer privaten Liegenschaft. Für die Auswahl der neuen Plättli schlug uns damals die mit den Plattenarbeiten beauftragte Firma Richli aus Emmenbrücke vor, bei der HGC vorbeizuschauen. Das taten wir dann auch und haben es bis heute nicht bereut.

Von der Plättliausstellung in den Verwaltungsrat der HGC ist es doch ein recht grosser Schritt. Wie kam es dazu?

(Lacht) Zwischen dem Plättlikauf und dem VR liegen tatsächlich Welten. Aber Spass beiseite. Die HGC war 2019 auf der Suche nach einem neuen VR-Mitglied mit Kompetenzen in der Supply-Chain und der Logistik. Ich leitete damals mit der Pistor eine Genossenschaft mit einer ähnlichen Grösse und ähnlichen Herausforderungen wie die HGC. Ausserdem hatte ich bereits in anderen Firmen und Institutionen Erfahrung in der VR-Arbeit gesammelt. Wohl deswegen fragte mich der mit dem Auswahlverfahren beauftragte Recruiter an, ob ich am Mandat interessiert sei.

Als ich das bejahte, wurde ich in mehrere Gesprächsrunden eingeladen, bei denen ich die HGC besser kennenlernte und mich immer mehr dafür begeisterte. Das war offenbar gegenseitig, denn am Schluss wurde ich dem gesamten damaligen VR vorgestellt, der mich schliesslich trotz starken Mitbewerbern zur Wahl durch die Generalversammlung vorschlug, was mich sehr freute. Die Wahl wurde dann ja bekanntlich angenommen.

Was waren denn die grössten Unterschiede zwischen dem Baustoffhandel der HGC und ihrer angestammten Branche?

Die Unterschiede zwischen den Branchen sind kleiner, als man auf den ersten Blick vermuten könnte. Am Schluss ist beides Grosshandel in der Schweiz. Der Wettbewerb funktioniert in beiden Branchen.

Ein grosser Unterschied ist allerdings, dass bei Pistor nur Bringhandel betrieben wurde. Wir hatten damals ein einziges Lager für alle Produkte. In diesem Zentrallager wurden täglich alle Bestellungen gerüstet und zunächst mit dem Nachtzug an je eine Verteilstelle in der Romandie und eine in der Deutschschweiz geliefert. Von dort aus wurden sie dann mit LKWs bin in die entferntesten Landesecken verteilt.

Die Lagerbestandsüberwachung bei der HGC ist im Vergleich dazu sehr viel anspruchsvoller: Die HGC unterhält ein grosses Filialnetz mit Abholstandorten in der ganzen Schweiz. Zudem bringt sie gleichzeitig die bestellten Produkte auf Wunsch auch direkt auf die Baustelle. Dieses Set-up beinhaltet deutlich mehr Komplexität im Supply-Chain-Management. Die Herausforderung besteht nun darin, wie man diese komplizierten Prozesse maximal verschlanken und optimieren und dadurch die Marge verbessern kann.

Können Sie im HGC-VR auch von Ihrer langjährigen Erfahrung im Lebensmittelbereich profitieren?

Ehrlich gesagt, nützen meine Kenntnisse aus dem Lebensmittelbereich bei der HGC reichlich wenig. Es ist mehr das Wissen und die Erfahrungen im Grosshandel und in der Supply Chain, die ich einbringen kann.

Da die Wertschöpfung im Handel grundsätzlich limitiert ist, sind die Margen entsprechend klein. Daher ist es unglaublich wichtig, dass wir nicht nur Produkte verkaufen, sondern diese mit den notwendigen Dienstleistungen und im gewünschten Servicegrad an unsere Mitglieder, also unsere Eigentümer, und an all unsere weiteren Kunden weitergeben.

Zudem verfüge ich über fundierte Erfahrung in der Planung und Umsetzung komplexer Grossprojekte – gerade im IT-Umfeld. Ein aktuelles Beispiel ist die erfolgreiche SAP-Implementierung im Jahr 2024, die ich begleiten konnte.

Sie sind seit fünf Jahren im Verwaltungsrat der HGC. Gab es bislang Themen, die Ihnen besonders am Herzen lagen? Und in welchen Kommissionen haben Sie während dieser Zeit Einsitz genommen?

Klar liegen mir aufgrund meines Werdeganges Genossenschaftsanliegen, Fragen zum Supply-Chain-Management und zu den Herausforderungen im Grosshandel näher. Ich habe aber auch Finanz- und Personalentwicklungsthemen sehr gerne.

Es ist aber nicht entscheidend, welche Themen mir am Herzen liegen, sondern welche Themen wichtig sind für die HGC und ihren Markterfolg. Es ist ja auch kein Wunschkonzert, was einzelne VR als wichtig erachten; der Wettbewerb entscheidet darüber, was die HGC braucht.

Alle meine VR-Kolleginnen und -Kollegen haben ein enormes Wissen und viel Erfahrung. Dieses Know-how setzen wir als Team für die Weiterentwicklung der HGC ein. Wir sind in einem konstruktiven Dialog mit der operativen Leitung, um das Beste für die Zukunft der Firma zu generieren.

Was meine Kommissionstätigkeit angeht, so war ich die ersten drei Jahre in der Finanz- und Auditkommission (FIA) und habe diese Arbeit sehr gerne gemacht. Als ich das Amt des Vizepräsidenten übernahm, bin ich aber bewusst aus dieser Kommission ausgetreten und neu in den HR-Aussschuss (HRA) eingestiegen.

Das hatte vor allem damit zu tun, dass Gian-Luca Lardi sowohl in der FIA als auch in der HRA ist. Mit meinem Wechsel wollten wir verhindern, dass in beiden Kommissionen sowohl der Präsident als auch der Vizepräsident Einsitz nimmt. 

Ein gutes Team zeigt seinen wahren Wert in schwierigen Momenten und nicht dann, wenn die Zahlen top sind.
Ich habe schon vor längerer Zeit entschieden, dass ich 15 bis 20 Prozent meiner Zeit in soziale Engagements investieren möchte. Ich hatte viel Glück im Leben und im Beruf, davon möchte ich etwas zurückgeben.

Haben sich die Schweizer Bauwirtschaft und der Baustoffhandel in der Schweiz seit Ihrem Eintritt in die HGC verändert und wenn ja, in welcher Hinsicht?

Sämtliche Branchen in der Schweiz haben sich in den letzten fünf Jahren stark verändert – die Baubrache sogar massiv! Denken Sie an all die Themen die wir seit der Covid-Krise im März 2020 erlebt haben: Energiekostenanstieg, Fachpersonalmangel, Cyberkriminalität, Wechselkursschwankungen, um nur einige zu nennen. Aus meiner Sicht fand die grösste Veränderung aber in der Digitalisierung statt. 

Wichtig ist zu erkennen, dass die genannten Herausforderungen auch immer Chancen für ein Unternehmen sind. Beispielsweise ermöglicht uns die Digitalisierung, unseren Mitgliedern und Kunden neue Dienstleistungen anzubieten. Im Supply-Chain-Management haben wir zudem ein enormes Potenzial, um die Prozesskosten mit neuen digitalen Möglichkeiten zu senken.

Hatten diese Veränderungen auch Einfluss auf Ihre Arbeit als Verwaltungsrat der HGC? Und falls ja, wie gingen Sie im VR damit um? 

Ja, klar. Alle waren und sind gefordert: die Geschäftsleitung, das Kader und der VR. Wir müssen zeitnah erkennen, was die Herausforderungen für die HGC bedeuten und dann gemeinsam die entsprechenden Massnahmen einleiten. Dieser Anspruch an die Verantwortlichen der HGC dürfen unsere Mitglieder und Kunden, aber auch die Mitarbeitenden haben.

Sie wurden Ende 2024 zum Vizepräsidenten der HGC erkoren. Was dürfen die Mitglieder der HGC von Ihnen als Nummer 2 erwarten? 

Wie bereits erwähnt, ist nicht eine einzelne Person für den Erfolg einer Firma zuständig. Entscheidend für den Erfolg ist immer das richtige Zusammenspiel zwischen den verschiedenen Gremien einer Firma.

Ich habe mich sehr gefreut, dass ich zum Vizepräsidenten der HGC gewählt wurde. Gian Luca Lardi hat 2024 das Präsidentenamt übernommen. Er ist ein hervorragender Präsident und kennt aufgrund seiner Mandate und seines Werdeganges die Baubranche in- und auswendig. Ich glaube, dass ich mit meinem Hintergrund Gian Luca sehr gut ergänze. Daher hat mich der VR vorgeschlagen, und ich habe das Amt sehr gerne angenommen.

Kurz nach Ihrer Wahl hat sich der VR neu aufgestellt. Was wurde verändert, und was waren die Gründe für diese Veränderungen?

Seit meinem Eintritt in den VR hat sich die HGC aufgrund der bereits angesprochenen Markt-Veränderungen regelmässig hinterfragt und jeweils die notwendigen Adaptionen vorgenommen. Dies wird hoffentlich auch in Zukunft so weitergehen. Es ist unsere Pflicht, uns als VR regelmässig zu hinterfragen und auch die Organisationsform zusammen mit der Operation zu «challengen».

Die strukturellen Anpassungen, die Sie ansprechen, hat kurz nach meiner Wahl zum Vize im Oktober 2024 stattgefunden. Damals, es war die erste Sitzung unter dem neuen Präsidenten Gian-Luca Lardi, haben wir im VR den neuen Bau- und Immobilien-Ausschuss (BIA) geschaffen, in dem seither meine VR-Kolleginnen und -Kollegen Daniela Spuhler-Hoffmann und Luc Frutiger vertreten sind. Zum gleichen Zeitpunkt habe ich, wie bereits gesagt, vom Finanz- und Audit-Ausschuss in den HR-Ausschuss gewechselt, wo ich bis heute bin.

Kommen wir nochmals etwas vertiefter auf das Geschäftsjahr 2025 zu sprechen. Was waren die strategischen Schwerpunkte aus Sicht des VR?

In unserer Vision «Fokus '30» haben wir vier Schwerpunkte definiert: Marktführerschaft, Exzellenz und Innovation, finanzielle Stärke sowie Nachhaltigkeit. In allen Bereichen haben wir uns weiterentwickelt.

Aufgrund des herausfordernden Marktumfelds und des umfangreichen Investitionsprogramms standen die Finanzen naturgemäss im Mittelpunkt. Dank dieser langfristig ausgerichteten Investitionen – wie etwa der Inbetriebnahme in Inwil – legen wir eine klare Basis für den weiteren Ausbau unserer Marktführerschaft.

Hat die HGC diese Schwerpunkte erfolgreich umgesetzt, und wie zufrieden ist der VR ganz generell mit dem Jahresergebnis?

2025 war ein schwieriges Jahr. Der Baustoffhandel war sehr anspruchsvoll. Mit dem vorliegenden Ergebnis sind wir nicht zufrieden. Verschiedene Faktoren haben sich für uns negativ entwickelt, insbesondere die rückläufige Preisentwicklung unserer Handelswaren sowie die steigenden Kosten links und rechts.

Sehr zufrieden bin ich hingegen mit der laufenden Entwicklung in der HGC: Als wir im Frühjahr 2025 die Abweichungen zu unseren Zielen erkannt haben, hat die Geschäftsleitung auf Auftrag des VR sehr schnell gehandelt und auch schwierige Entscheide umgesetzt. Dank diesen zeitnahen Anpassungen stellten wir im zweiten Halbjahr eine positive Entwicklung fest.

Weitere notwendige Massnahmen wurden in den Wintermonaten 2025/26 vorgenommen, die sich nun positiv auf unsere Profitabilität auswirken werden. Ein gutes Team zeigt seinen wahren Wert in schwierigen Momenten und nicht dann, wenn die Zahlen top sind.

Was waren für Sie persönlich die Highlights der HGC im letzten Jahr und wo sahen Sie die grössten Herausforderungen?

Es gab viele Highlights im 2025. Bewundernswert war für mich das Projekt Skylab4 mit der Inbetriebnahme von SAP S/4HANA. Über mehrere Jahre hinweg wurde das Go-live vorbereitet und punktgenau auf den 1. Januar 2025 umgesetzt. Auch wenn es noch immer eine Pendenzenliste gibt, hat das Team hervorragende Arbeit geleistet. Ich bin in mehreren Verwaltungsräten, die sich mit genau dieser Problematik befassen, und in keinem dieser Unternehmen wurde das Projektziel so genau und erfolgreich umgesetzt wie in der HGC. Chapeau!

Wir stehen aber weiterhin vor grossen Herausforderungen: Die letzten fünf Jahre haben uns immer wieder gezeigt, dass permanent neue Fragestellungen auftauchen können, die man bei der Jahresplanung noch nicht voraussehen konnte. Der Baustoffhandel in der Schweiz war in den letzten zwei Jahren zudem einem starken Wettbewerbsdruck ausgesetzt. Das wird auch in den nächsten Jahren so bleiben. 

Wir sind deshalb in unserem Kerngeschäft stark gefordert und müssen unsere Prozesse weiter verbessern, um dadurch unsere Marge zu erhöhen. Denn in einer Genossenschaft muss das Geld beziehungsweise. Kapital für zukünftige Investitionen aus dem laufenden Geschäft erwirtschaftet werden. Wir können nicht wie in einer Aktiengesellschaft zu den Aktionären gehen und eine Kapitalerhöhung verlangen.

Werfen wir noch einen Blick in die (nahe) Zukunft: Worauf legt der VR in den kommenden Jahren sein strategisches Augenmerk?

Wie bereits erwähnt, liegt unser Fokus auf der Margenverbesserung durch Prozessoptimierungen im Stammgeschäft. Eine weitere strategische Entwicklung sehen wir darin, unser Holzgeschäft zu forcieren. Zudem sind wir schon länger daran, die geografischen Lücken im Vertriebsnetz der HGC zu füllen. Und, schon fast selbstverständlich in Zeiten der künstlichen Intelligenz, wir wollen die Digitalisierung weiter vorantreiben und die neusten Technologien für die Optimierung des Baustoffhandels nicht nur für uns selbst nutzen, sondern auch unseren Mitgliedern und Kunden zugänglich machen.

Zum Schluss eine vielleicht etwas verwegene Frage: Die HGC hat in ihrer Strategie verankert, künftig die Nummer 1 im Schweizer Baustoffhandel zu sein. Stimmt das so, und was stimmt Sie zuversichtlich, dass dieses Ziel erreicht wird?

Ich habe leider (oder vielleicht ist das auch besser so!) keine Kristallkugel, in die ich hineinschauen und die Zukunft vorhersagen kann. Aber unsere Gesamtstrategie stimmt. Und solange wir unsere strategischen Ziele im Auge behalten, Unvorhergesehenes rasch antizipieren und richtig auf Unvorhersehbares reagieren, bin ich überzeugt, dass wir richtig aufgestellt sind auch für sehr ambitionierte Ziele. 

Am meisten zuversichtlich stimmen mich aber die Menschen, die für die HGC arbeiten: Wir haben so viele Top-Fachkräfte in unseren Reihen, die schon heute voll motiviert unsere Zukunft mitgestalten und sich mit Leidenschaft für die Genossenschaft, ihre Eigentümer und alle anderen Kunden einsetzen. Und nicht zu vergessen: Wir haben eine eingespielte Geschäftsleitung mit einem hervorragenden CEO. Das könnte also durchaus hinhauen.

Markus Lötscher, vielen Dank für das ausführliche Gespräch.

Ich habe schon vor längerer Zeit entschieden, dass ich 15 bis 20 Prozent meiner Zeit in soziale Engagements investieren möchte. Ich hatte viel Glück im Leben und im Beruf, davon möchte ich etwas zurückgeben.